Veränderung leben lernen
Den Satz „Kann man denn so verrückt sein“ haben wir einige Male hören dürfen nach unserem Entschluss, (in unserem Alter!) nochmal ein total neues Leben als Selbstversorger anzufangen. Wir sind ja schließlich keine 20 mehr! Da wir bisher doch ganz andere Dinge gemacht haben, müssen wir nun alles wieder neu lernen! Eigentlich geht man doch in diesem Alter in Rente und macht es sich gemütlich! So und ähnlich waren die Reaktionen von Bekannten, Freunden und Familie.
Wir haben das gut verstanden, denn es ist wirklich kein einfacher Schritt, den wir da unternommen haben. Vom Standpunkt unseres bisherigen Lebens und unserer damaligen Weltsicht, die wir mit vielen geteilt haben, war das auch verrückt.
Der innere Ruf
Und dann lernten wir, dieses „ein bisschen verrückt sein“ auch anders zu betrachten nach dem Motto: sieh das bisher gewohnte Leben nicht so ernst und endgültig. Es gibt noch so vieles zu entdecken! Lass Dinge, Situationen (möglicherweise auch Menschen) los, die dir nicht gut tun. Klar, war das nicht so einfach umzusetzen, weil wir uns an so vieles gewöhnt hatten, uns Dinge liebgeworden sind und wir sie nicht aufgeben wollten. Dennoch war da dieser innere Ruf, der nicht locker ließ. Wir brauchten eine Weile, um alles zu verarbeiten. Es war ein innerer Prozess, den Weg des Vertrauens auf die göttliche Ordnung hinter allen Dingen einzuschlagen und uns für den neuen Weg zu öffnen. Und dann ging es relativ leicht. 😎
Eine neue Vision taucht auf
In uns wuchs eine Vision: Mamma Terra! Für uns begann ein neuer Weg, auf dem wir so tief wie möglich erfahren wollten und wollen, wer wir als menschliche Wesen noch sein können. Was gibt es zu entdecken jenseits des gesellschaftlich geforderten Hamsterrades? Wie sieht ein Leben diesseits der Lebendigkeit und Selbstbestimmung aus?
Auch wir sind zuvor den „normalen“ Weg gegangen, hatten einen guten Beruf, ein schönes Zuhause, schöne Urlaube, nette Menschen um uns herum. Eine Zeitlang war das wunderbar und angenehm. Ich gönne es jedem, dies so erleben zu können. Und, das müssen wir sehr klar sagen: dieses bisherige Leben hat uns auch die Möglichkeit gegeben, den neuen Schritt überhaupt gehen zu können. Nicht nur in finanzieller Hinsicht, auch in unserem Werdegang, unserem Wissen, unseren Erfahrungen und unserem inneren Wachstum.
Nun haben wir uns also selbst ver…rückt, sind aus unserer bisherigen Rolle herausgetreten und in eine neue Rolle hineingeschlüpft. In eine Rolle größerer Verbundenheit mit uns selbst. Mamma Terra bedeutete für uns, das zu tun, was uns freudvoll und lebendig macht – und das in unserem eigenen Tempo.
Die Veränderung willkommen heißen und lieben lernen
Was wir nun, nach unseren beiden Anfgangsjahren sagen können? Es gab natürlich zu Anfang immer wieder Spannungen und Ängste und wir waren vor diverse Herausforderungen neuer Art gestellt. Die gibt es auch heute noch, nur nicht mehr so heftig. Gleichzeitig wuchs in uns die Gewissheit: dieses neue, einfache Leben in der Natur ist wunderbar!
Wir lernen jeden Tag, wie wir unser Leben kompetent in die eigenen Hände nehmen! Es gibt viel Neues zu lernen, das Freude macht. Zugegeben, der ein oder andere Tag geht auch mal im Frust, in Peinlichkeiten und auch in herzhaftem Lachen unter, weil Dinge nicht klappen wie gewünscht. Aber wie sagte ein Coaching-Lehrer immer: „Wer Meister werden will braucht 10.000 Stunden Übung bis er die Meisterschaft erreicht hat. Und wir sind jetzt übende Meister.“ Ja, das sind wir. Wir öffnen uns immer mehr der kreativen Fülle des Lebens. Wir respektieren unsere eigenen Rhythmen. Und wir werden präsenter und liebevoller mit uns selbst und mit unserer wunderschönen Mitwelt.
Inspiration sein ♥
Warum schreiben wir das alles? Nicht, weil wir die großen Erleuchteten sind, die dir den Weg weisen wollen, wie du dein Leben leben sollst. Nein, vielmehr wollen wir dich anregen zur eigenen Erforschungen deiner Welt. Wir wollen dich mit unserem Tun und Sein inspirieren, DEINER inneren Führung zu vertrauen.
Vor gut 2 Jahren haben wir – Daniel (+70) und Gabriele (+63) – in Kantabrien, Spanien begonnen, unser neues naturnahes Leben aufzubauen als ziemliche Anfänger. Ein neuer Rhythmus hält mittlerweile Einzug in unser tägliches Leben. Bisher haben wir uns an Erfahrungen herangewagt in den Bereichen einfaches, selbstbestimmtes Leben und Gartenbau, aber verstärkt auch an die inneren Themen der Glaubenssätze, der selbstbestimmten Gesundheit und eines funktionierenden Miteinanders. Wir tun das ganz unbedarft, ohne Plan. Das Wichtige ist, zu tun und zu beobachten, auf das Bauchgefühl zu achten und dranzubleiben. Wie das Laufenlernen als Kleinkind, das so lange probiert und auf den Popo plumpst, bis es stehen und laufen kann.
Wir freuen uns darauf, unsere Erfahrungen auf unserer Webseite und im Blog mit dir zu teilen. Vielleicht bekommst du ja dadurch Lust auf die Umsetzung DEINER Träume?
Herzensgrüße vom Mamma Terra Team



