Es regnet wiedermal in Strömen! Wir sind im Haus und sehen uns die neuesten Fotos von unserem Gelände an. Und in uns beiden entsteht das Gefühl, sehr gesegnet zu sein mit dieser wunderbaren Fülle, die uns umgibt.
„Fülle“ ist ein Wort, das ziemlich oft in spirituellen Kreisen verwendet, jedoch oft auch ziemlich missverstanden wird. Denn was steckt hinter der Idee, „endlich in die Fülle zu kommen“?, oder: „sich Fülle zu manifestieren“? Es ist der sehnlichste Wunsch vieler Menschen, endlich ausreichend materiell und finanziell abgesichert zu sein. Sehr verständlich, und natürlich ist die materielle Sicherheit auch ein Teil der Fülle. Jedoch nur ein Teil.
Der andere Teil basiert auf einer völlig anderen Weltsicht. Aus dieser Perspektive stellen wir uns die Frage nach der Akzeptanz des Lebens, mit allem, was wir als gut und schlecht, als positiv und negativ bezeichnen oder definieren. Akzeptanz bedeutet nicht nur Sicherheit, Gesundheit und Frieden usw., sondern auch die Ungewissheit, die Krisen, das Unwohlsein, das Nichtwissen usw.
All dies gehört zum Leben dazu und macht es vollständig. Leider haben wir uns angewöhnt, die Dinge, die wir als negativ bezeichnen, als schlecht, böse, unnötig usw. nicht zu akzeptieren.
Zwei Pole, ein Ganzes
Und doch, wenn wir atmen, atmen wir ein UND aus. Beides ist weder gut noch schlecht. Es IST. Ohne Einatmen fehlte unserem System der lebenswichtige Sauerstoff. Ohne Ausatmen könnten wir verbrauchte Luft nicht wieder abgeben und das anstrengungslose Spiel des Atems würde nicht mehr funktionieren. Aufnehmen und Abgeben sind ein gutes Beispiel für jegliche Form von Lebens-Bewegung, von Lebens-Rhythmus, der zwischen zwei Polen stattfindet. Damit ist nicht gemeint, dass alles Schwarz und Weiß ist, nein! Es gibt unendliche Zwischenstufen, in denen das Leben sich ausdrückt, und die wir erkunden und erleben dürfen – wenn wir das wollen ;-)!
Fülle ist JETZT, in diesem Moment. Wenn ich mir Gedanken mache über die Vergangenheit, in der es mir an Manchen gemangelt hat, wenn ich darüber nachsinne, was ich morgen zu Essen haben werde, dann bin ich nicht da. Dann erlebe ich nicht diesen Moment, in dem alles in Fülle vorhanden ist. Und auch wenn ich nichts zu essen hätte, könnte ich bemerken: ah! Ich lebe! Und draußen in der Natur gibt es etliches, was mich nährt. Die Angst, die hinter meinem Mangelgefühl steckt, ist die Angst der Hilflosigkeit, denn wir haben es gründlich verlernt, die Gaben der Natur zu entdecken und zu nutzen.
Der innere Weg
Heute (und bereits viele Male davor) fühlen wir uns reich beschenkt von der Natur – trotz vielfacher Probleme, die es hier – genau wie überall – auch gibt. Wir sehen diese inzwischen als die eigentlichen Motoren unserer Entwicklung an, weil wir dadurch immer bestrebt sind, einen Ausgleich zu finden, im Sinne des Ganzen.
Wir sind uns unserer alten Prägungen (dem Mangeldenken, den Traumen) bewusst, die uns von der Fülle abschneiden. Das Leben in und mit der Natur schätzen wir deshalb so sehr, weil es uns die wunderbare Gelegenheit gibt, das Limitierende in uns immer tiefer zu erkennen und die natürliche Fülle immer weiter zu erfahren.
Es braucht das äußere Streben nach Macht, Position und Finanzen nicht. Es braucht den inneren Weg der Zufriedenheit und heiteren Gelassenheit. Dem nähern wir uns in dem für uns stimmigen Tempo an. Und schaut ▼, wie schön es schon ist bei uns :-)!!! Wir lieben es ♥







